Das glauben wir

„Wir wollen leben“

Redaktion am 27.02.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
In Jesus Christus stehe uns der Weg zum ewigen Leben offen, betonte Altöttings Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl in seiner ersten Fastenpredigt.

Erste Altöttinger Fastenpredigt mit Prälat Klaus Metzl

Das Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus – Über­gang“ ist auch The­ma der tra­di­tio­nel­len Alt­öt­tin­ger Fas­ten­pre­dig­ten. Die­ses bezieht sich auf den Tod des hei­li­gen Franz von Assi­si in der Nacht von 3. auf 4. Okto­ber vor 800 Jah­ren; er hat­te sein Ster­ben nicht als Aus und Vor­bei“ ver­stan­den, son­dern als Hin­über­ge­hen in die himm­li­sche Herr­lich­keit des Vaters“. Den Auf­takt in die Rei­he der ins­ge­samt vier Got­tes­diens­te mach­te Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl, der am 26. Febru­ar in der Stift­s­pfarr­kir­che über die Tau­fe sprach: sie sei der Über­gang in die Sphä­re der Got­tes­kind­schaft“, beton­te er.

Denn im Was­ser der Tau­fe – so sagt unser Glau­be – sind wir bereits aus dem Tod zum Leben hin­über­ge­gan­gen“, erklär­te der Wall­fahrts­rek­tor ein­gangs sei­ner Pre­digt. Am Ende führ­te er aus: Auf­er­stan­den von den Toten habe Jesus den Tod besiegt und auch den Men­schen den Zugang zum Leben erschlos­sen. Dadurch haben wir jetzt schon Anteil an sei­ner Herr­lich­keit und an sei­nem ewi­gen Leben“. Metzl beton­te: Wenn wir Jesus nach­fol­gen und auf dem Wege sei­ner Gebo­te blei­ben, wenn wir in sei­ner Lie­be blei­ben, wer­den wir sei­ne Freun­de wer­den, dann sind wir Brü­der und Schwes­tern Jesu und also Kin­der Got­tes.“ Dadurch erreich­ten wir Men­schen das, was wir im Grun­de alle wol­len: Wir wol­len leben.“

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Eucharistiefeier.

Wenn wir in sei­ner Lie­be blei­ben … Die­ses Wenn“ ist ent­schei­dend. Das mach­te der Stadt­pfar­rer in sei­ner Pre­digt mehr als deut­lich, als er an die bibli­sche Geschich­te der Ursün­de“ und an Jesu Tod am Kreuz erin­ner­te. Der Tod sei die Frucht der Ursün­de, die Fol­ge mensch­li­cher Hybris: Der Mensch woll­te sel­ber sein wie Gott und eben die­se Selbst­ge­fäl­lig­keit habe zum Ver­lust des Para­die­ses und damit zum Ver­lust des Lebens“ geführt. Mit sei­nem Sohn Jesus habe Gott den Men­schen eine zwei­te Chan­ce geschenkt, und erneut ergrif­fen sie die Men­schen nicht. Ein zwei­tes Mal habe sich der Mensch gegen die Lie­be Got­tes auf­ge­lehnt und Jesus gar ans Kreuz gena­gelt: Das über­trifft noch ein­mal die Schuld Adams und treibt die Ursün­de, sel­ber sein zu wol­len wie Gott, auf eine noch nie dage­we­se­ne Höhe“, resü­mier­te Metzl.

Umso wich­ti­ger sei es, dass wir die drit­te Chan­ce, die Gott uns gab, nicht erneut weg­wer­fen. Prä­lat Metzl beton­te: Lasst uns also in die­sen 40 Tagen der Buße und der Umkehr uns wie­der neu dar­über erfreut sein, dass wir in der Tau­fe zu Kin­dern Got­tes gewor­den sind, dass die Erb­schuld von uns genom­men ist und dass uns so in Jesus Chris­tus der Weg zum Leben, der Weg in den Him­mel, offensteht.“

Michael
Glaß

Redakteur

Fastenpredigten: Die weiteren Termine

Jeweils Don­ners­tag, 19 Uhr in der Stift­s­pfarr­kir­che Altötting:

  • 5. März: Die Fir­mung; Dekan Heri­bert Schauer
  • 12. März: Gelüb­de; Bru­der Mari­nus Par­zin­ger OFMCap
  • 19. März: Hei­li­ger Josef: Pater David Kolod­zie­jc­zyk OSPPE
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Altöttinger Fastenpredigten zum Wallfahrtsmotto 2026: Transitus – Übergang. Die vier Fastenprediger: Stadt­pfar­rer Klaus Metzl (v.l.), Pater David Kolod­zie­jc­zyk OSPP, Dekan Heri­bert Schauer und Bruder Mari­nus Par­zin­ger OFMCap.

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