Das glauben wir

„Hab keine Angst“

Redaktion am 20.03.2026

Pater David bei der Predigt. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Der Übergang vom irdischen ins ewige Leben war Thema der vierten Fastenpredigt mit Pater David Kolodziejczyk OSPPE.

Vierte Altöttinger Fastenpredigt mit Pater David Kolodziejczyk OSPPE

Das Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus – Über­gang“ im Jubi­lä­ums­jahr des hei­li­gen Fran­zis­kus ist auch The­ma der tra­di­tio­nel­len Alt­öt­tin­ger Fas­ten­pre­dig­ten. Nach­dem Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl über die Tau­fe, Alt­öt­tings Dekan und Dom­ka­pi­tu­lar Heri­bert Schau­er über die Fir­mung und Bru­der Mari­nus Par­zin­ger OFMCap über das Gelüb­de gespro­chen hat­ten, ging es im vier­ten und letz­ten Teil der Rei­he um den Tod. Pre­di­ger am Josefs­tag am 19. März in der Stift­s­pfarr­kir­che war Pau­li­ner­pa­ter David Kolodziejczyk.

Mit einem Augen­zwin­kern lei­te­te Pater David sei­ne Pre­digt ein: Lie­ber hei­li­ger Fran­zis­kus, das hast du aber echt schön zum Aus­druck gebracht“, sag­te er und zitier­te einen Vers aus des­sen berühm­ten Son­nen­ge­sang“: Gelobt seist du, mein Herr, durch unse­re Schwes­ter, den leib­li­chen Tod.“ Ein schö­ner Vers für ein schwie­ri­ges The­ma, der in unse­ren moder­nen“ Zei­ten jedoch schon fast absurd anmu­tet, min­des­tens aber eine gro­ße Her­aus­for­de­rung ist: Der Tod, eine lie­be Schwes­ter? In einer Zeit, in der Men­schen nach Unsterb­lich­keit stre­ben? Nicht im Him­mel, son­dern hier auf Erden? Viel­leicht soll­te er doch bes­ser Well­ness-Tipps geben anstatt über den Tod zu pre­di­gen, mut­maß­te Pater David. Dann aber frag­te er: Schwim­men wir mit dem Zeit­geist oder wol­len wir einem der größ­ten Tabus unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft ins Auge schauen?“

Altöttinger Fastenpredigt – Impressionen

Zen­tral sei die Ein­sicht, dass der Tod unaus­weich­lich zum mensch­li­chen Leben gehö­re: Die Stun­de des Todes schlägt für jeden von uns“, stell­te Pater David fest. Weder sozia­ler Sta­tus noch Her­kunft könn­ten davor schüt­zen. Selbst Jesus, Maria und Josef sei­en gestor­ben. Gera­de der hei­li­ge Josef wer­de jedoch als Patron des guten Todes und der guten Ster­be­stun­de“ ver­ehrt, weil er – wor­an unzäh­li­ge Bil­der erin­nern – nicht allein starb, son­dern umge­ben von Jesus und Maria“. Es sei­en Bil­der, die Frie­den aus­strah­len, beton­te Pater David. Josef sei ein erfüll­ter Mensch“ gewe­sen, der sich einer Sache bewusst war: Ich habe mich nicht getäuscht“.

Pater David beton­te, dass ein Leben im Glau­ben auf die letz­te Stun­de vor­be­rei­ten kön­ne. Nicht nur der hei­li­ge Josef sei hier­für ein gutes Vor­bild. Er selbst den­ke dabei an sei­ne Uroma, die schwe­re Schick­sals­schlä­ge zu ver­kraf­ten hat­te und die­se nur dank ihres Glau­bens über­win­den konn­te. Die Stun­de ihres Todes sei eine sei­ner frü­hes­ten Kind­heits­er­in­ne­run­gen – ein Moment eines unglaub­li­chen Frie­dens, der ihm schon früh die Angst vor dem Tod genom­men habe, erzähl­te Pater David.

Der Pre­di­ger schil­der­te außer­dem sei­ne Erfah­run­gen in der Kli­nik­seel­sor­ge und Hos­piz­ar­beit. Weni­ger die Angst vor dem Tod, als viel­mehr die Angst vor dem Allein­sein, belas­te­ten die Ster­ben­den, wie Pater David erzähl­te. Nicht nur der Fort­schritt in der Medi­zin ermög­li­che heu­te ein wür­de­vol­les Ster­ben. Auch mensch­li­che Nähe sei wich­tig, um Trost zu schen­ken. Ins­be­son­de­re beton­te Pater David die Bedeu­tung der Sakra­men­te, die an die Gegen­wart Got­tes erin­nern, der sage: Hab kei­ne Angst. Ich bin bei Dir.“ Eben­so spie­le Maria eine wich­ti­ge Rol­le als Beglei­te­rin jetzt und in der Stun­de unse­res Todes“, wie wir im Rosen­kranz beten.

Michael
Glaß

Redakteur

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