Wallfahrten

Auf den Spuren des heiligen Korbinian

Redaktion am 27.02.2026

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Altöttinger Pilgerfahrt nach Freising.

Die 58. Altöttinger Pilgerfahrt ging dieses Jahr in die Domstadt Freising

Für das Orga­ni­sa­ti­ons-Team der Alt­öt­tin­ger Pil­ger­fahr­ten unter der Regie der Bür­ger- und Tou­rist­info unter Lei­tung von Ulri­ke Kir­nich gibt es ver­mut­lich kein grö­ße­res Lob: Nächs­tes Jahr sind wir wie­der dabei!“ So jeden­falls äußer­ten sich zwei begeis­ter­te Frau­en aus Heberts­fel­den. Dabei war der frü­he Ter­min der Pil­ger­fahrt am 22. Febru­ar nicht unum­strit­ten. Sonst fin­det die­se jedes Jahr am drit­ten Fas­ten­sonn­tag statt. Da aber am 8. März in den Kom­mu­nen gewählt wird, muss­te die Fahrt heu­er ver­legt wer­den. Lei­der waren auch die Wet­ter­pro­gno­sen schlecht.

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Altöttinger Pilgerfahrt nach Freising.

So pen­del­te sich die Teil­neh­mer­zahl auf 200 ein. Vier Bus­se unter der geist­li­chen Betreu­ung von Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, Prä­lat Gün­ther Man­dl und Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger mach­ten sich auf den Weg in die Dom­stadt. Einen vier­ten Kin­der­bus“ mit u.a. vie­len Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern betreu­te Pau­li­ner­pa­ter Ben­ja­min Bakow­ski, der für den erkrank­ten P. David Kolod­zie­jc­zyk ein­ge­sprun­gen war. Auch ein Bus mit Sän­gern und Instru­men­ta­lis­ten von Kapell­chor und ‑orches­ter fuhr nach Freising.

Bei Abfahrt reg­ne­te es stark und nur Ulri­ke Kir­nich ver­trau­te der Wet­ter-App, die ein Ende des Regens vor­her­sag­te. Tat­säch­lich lich­te­te sich der Him­mel bei der Ankunft. Eine Dele­ga­ti­on der Frei­sin­ger und Hall­berg­mo­ser Fuß­pil­ger, die all­jähr­lich am Pfingst­sams­tag zum Gna­den­ort nach Alt­öt­ting kom­men, emp­fing die Wall­fah­rer. Bir­git Moo­ser-Nief­an­ger, drit­te Bür­ger­meis­te­rin von Frei­sing, begrüß­te ihren Amts­kol­le­gen Ste­phan Ant­wer­pen mit den Wor­ten: Ich habe extra schö­nes Wet­ter für euch bestellt.“

Nach dem fei­er­li­chen Ein­zug mit den Alt­öt­tin­ger und Frei­sin­ger Fah­nen­ab­ord­nun­gen und Stan­dar­ten­trä­gern in die Pfarr­kir­che St. Georg mit sei­nem 84 Meter hohen Barock­turm auf einem goti­schen Kir­chen­schiff“, gab es eine kur­ze Füh­rung durch die Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Bir­git Flegler.

Dom­ka­pi­tu­lar Dani­el Rei­chel bezeich­ne­te den Gegen­be­such der Alt­öt­tin­ger Pil­ger­grup­pe als gro­ße Ehre“. Sehr ein­drucks­voll prä­sen­tiert sich seit dem Ers­ten Fas­ten­sonn­tag der Hoch­al­tar der Kir­che, ver­hüllt mit dem aus­drucks­star­ken Fas­ten­tuch mit bibli­schen Sze­nen (dar­ge­stellt von Ernst Wen­gert) – ein Zei­chen für die 40-tägi­ge Fas­ten­zeit und das Mat­thä­us-Evan­ge­li­um, das von Jesu Ver­su­chung durch den Teu­fel berichtet.

Alt­öt­ting und die Bischofs­stadt Frei­sing ver­bin­det eine jahr­hun­der­te­lan­ge, gemein­sa­me kirch­li­che Geschich­te und leben­di­ge Glau­bens­tra­di­ti­on. Der hei­li­ge Kor­bi­ni­an als Stadt- und Bis­tums­pa­tron steht bis heu­te für Mut im Glau­ben, für Stand­haf­tig­keit und Ver­trau­en auf Got­tes Führung.

Altöttinger Pilgerfahrt – Impressionen

Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer Metzl frag­te bei der Pre­digt: Wer bin ich eigent­lich auf mei­nem Lebens­weg?“ Die­ser sei aus­ge­rich­tet auf das himm­li­sche Para­dies, beton­te er und füg­te hin­zu: Die Fas­ten­zeit soll­ten Chris­ten zu Umkehr und Erneue­rung nüt­zen; dazu, sich mit sich selbst, den Mit­men­schen und mit Gott zu versöhnen.

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Altöttinger Pilgerfahrt nach Freising: Blick in die Altötting-Kapelle.

Nach­mit­tags bestand die Mög­lich­keit einer Stadt­füh­rung Auf den Spu­ren des hei­li­gen Kor­bi­ni­an“ mit Besuch der Alt­öt­tin­ger Kapel­le, Wei­hen­ste­phan oder einer Füh­rung im Dom. Die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der, beglei­tet von Pau­li­ner­pa­ter Ben­ja­min Bakow­ski und Gemein­de­re­fe­ren­tin Ste­fa­nie Gigl­ber­ger, hat­ten ein eige­nes Pro­gramm: eine kind­ge­rech­te Füh­rung durch die Aus­stel­lung im Diö­ze­san­mu­se­um Frei­sing. Dabei gab’s viel zu ent­de­cken auf den Spu­ren des Frei­sin­ger Bären. In einem Work­shop Der Bär ist los“ durf­ten die Kin­der ihren eige­nen Bären aus Stuck­gips model­lie­ren und natür­lich ihre Kunst­wer­ke mit nach Hau­se nehmen.

Im Frei­sin­ger Dom begrüß­te Dom­rek­tor Prof. Dr. Marc Aeil­ko-Aris, ein Stu­di­en­kol­le­ge von Prä­lat Metzl, die Alt­öt­tin­ger Pil­ger­grup­pe. Bei der Andacht am Nach­mit­tag, musi­ka­lisch wun­der­bar gestal­tet vom Alt­öt­tin­ger Kapell­chor und ‑orches­ter unter Lei­tung von Stifts­ka­pell­meis­ter Ste­phan Thin­nes – sie hat­ten auch schon am Vor­mit­tag in der St. Georgs­kir­che für eine her­vor­ra­gen­de Got­tes­dienst­ge­stal­tung gesorgt – beton­te Stadt­pfar­rer Metzl: Nur wer den Tod ach­te, der neh­me auch das irdi­sche Leben ernst – so wie es der hei­li­ge Fran­zis­kus bei sei­nem Tran­si­tus“ (Über­gang) vor 800 Jah­ren vor­ge­lebt habe. Wer Chris­tus in Treue nach­fol­ge, der wer­de das ewi­ge Leben und Hei­mat im Him­mel finden.

Das Schluss­wort hat­te dann der ers­te Vor­sit­zen­de im Alt­öt­tin­ger Wall­fah­rer­ver­ein der Frei­sin­ger Fuß­wall­fahrt, Josef Zehet­mai­er: Er freue sich schon jetzt auf die Ankunft am Pfingst­sams­tag in Alt­öt­ting. Vor allem freue er sich auf einen Emp­fang mit einem Lächeln im Gesicht, denn wah­re Chris­ten erken­ne man an der Freu­de, die sie ausstrahlen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

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