Kirche vor Ort

Nah bei der Mutter

Redaktion am 20.02.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Gnadenbild-Verehrung am Aschermittwoch. Im Bild rechts: Stadtpfarrer Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl.

Gnadenbild-Verehrung am Aschermittwoch

Der Ascher­mitt­woch in Alt­öt­ting steht tra­di­tio­nell im Zei­chen des Gna­den­bild­kus­ses“, wie er frü­her genannt wur­de. Heu­te wird die Gna­den­bild-Ver­eh­rung durch Ver­nei­gung oder Knie­beu­ge praktiziert.

Am 18. Febru­ar kurz vor 10 Uhr über­trug Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl bei zwar win­ter­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren aber strah­len­dem Son­nen­schein Unse­re Lie­be Frau im blau­en Fas­ten­röckl in die St. Mag­da­lena­kir­che. Das Gna­den­bild wur­de dabei auf einer Ste­le neben dem Volks­al­tar aufgestellt.

Gnadenbild-Verehrung am Aschermittwoch – Impressionen

Der Guar­di­an der Kapu­zi­ner, Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, fei­er­te mit den Gläu­bi­gen im Anschluss einen fei­er­li­chen Got­tes­dienst. Dabei erin­ner­te er an Jesu Wor­te aus dem Mat­thä­us-Evan­ge­li­um mit dem Auf­ruf zum Beten, Fas­ten und Almo­sen-Geben. Die 40-tägi­ge Fas­ten­zeit sei eine Ein­la­dung zum Inne­hal­ten, zu Umkehr und Buße. Das Aschen­kreuz, das der Pries­ter auf die Stirn zeich­net, erin­ne­re zwar an die Ver­gäng­lich­keit des Lebens, aber im Zei­chen des Kreu­zes ver­bin­det es uns mit Jesus im Glau­ben, dass Got­tes Lie­be uns durchs Leben trägt“. Maria sei uns mit ihrem Ja zu Got­tes Auf­trag Vor­bild im Glau­ben und Wegbegleiterin.

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Aschermittwoch. Gebet in der Gnadenkapelle.

Eben­so wie die bei­den Got­tes­diens­te in der St. Mag­da­le­na-Kir­che um 10 und um 15 Uhr wur­de auch die Zeit dazwi­schen wäh­rend der per­sön­li­chen Gna­den­bild-Ver­eh­rung musi­ka­lisch gestal­tet mit Orgel­spiel sowie von Solis­ten und Instru­men­ta­lis­ten der Kapellmusik.

Bei der Gna­den­bild-Ver­eh­rung besteht auch die Mög­lich­keit, die mit­ge­brach­ten Andachts­ge­gen­stän­de durch einen Pries­ter berüh­ren zu las­sen. In bereit­ge­stell­ten Körb­chen durf­ten die Gläu­bi­gen ein Mut­ter­got­tes-Schlei­er­bild­chen, berührt am Gna­den­bild, mit nach Hau­se neh­men. Nach dem Abschluss­got­tes­dienst mit Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk in Kon­ze­le­bra­ti­on mit P. Dari­usz Mich­al­c­zyk wur­de die Schwar­ze Madon­na von Eding“ wie­der in die Gna­den­ka­pel­le rückübertragen.

Pater David beton­te in sei­ner Pre­digt, dass wir die Fas­ten­zeit nicht allein auf den Ver­zicht redu­zie­ren, son­dern sie als Zeit der Vor­freu­de betrach­ten soll­ten: als Freu­de auf das nahen­de Oster­fest. Die­se soll­ten wir durch gute Taten, ein gutes Wort oder ein Lächeln weiterschenken.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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