Foto: Roswitha Dorfner
Bei der Regionalkantorenkonferenz am Gedenktag des heiligen Bruder Konrad von Parzham in Altötting wurde – nach einem Morgenlob in der Grabkirche des Bistumspatrons – der langjährige Regionalkantor und Stiftskapellmeister Max Brunner aus dem Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen verabschiedet.
Die Würdigung seines Wirkens erfolgte erst jetzt, da eine frühere Verabschiedung aus gesundheitlichen Gründen sowie infolge der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht möglich gewesen war.
Diözesanmusikdirektor Marius Schwemmer erinnerte daran, dass Brunner am 29. Dezember 2018 in der St. Anna-Basilika mit der Messe in G‑Dur D 167 von Franz Schubert seine letzte Orchestermesse dirigierte – ein markanter Schlusspunkt seines Wirkens am Gnadenort. Seit 1979 war Brunner in Neuötting und Altötting als Kirchenmusiker, Musiklehrer und Regionalkantor tätig, seit 1990 als Stiftskapellmeister. In diesen Jahrzehnten prägte er die Kapellmusik nachhaltig: Mit der Gründung der Schola Autingensis erweiterte er die Ensembles, stärkte den Kapellchor und verantwortete gemeinsam mit dem Orchester des Marienwerks die regelmäßigen Orchestermessen an den zentralen Kirchen Altöttings. Zugleich wirkte er über viele Jahre in der Ausbildung des kirchenmusikalischen Nachwuchses und gab seine Erfahrung an kommende Generationen weiter. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler fanden so selbst den Weg in die Kirchenmusik. Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit zählt die Mitgestaltung des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Altötting.
Als Dirigent und Organist habe Brunner seinen Glauben in der Musik zum Ausdruck gebracht, so Schwemmer: Er habe Wallfahrer ins Gebet geführt und das kirchliche wie kulturelle Leben am Gnadenort entscheidend mitgeprägt. Die Kollegen bedankten sich herzlich bei Max Brunner für dessen Kollegialität und dass man sich immer an ihn wenden und auf ihn zählen konnte. So ist der Kontakt untereinander durch die Pensionierung auch nicht abgerissen und wird auch nicht abreißen.
Text: red
