Der ehemalige Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl hat am 8. März mit einem Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus seinen 80. Geburtstag gefeiert. In seiner Predigt wurde er grundsätzlich.
„Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen …“ stimmten die Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei unter Leitung von Herbert Hager am Ende des festlichen 10-Uhr-Gottesdienstes an – und alle anwesenden Familienangehörigen und Festgäste stimmten mit ein. Das musikalische Ständchen galt dem Geburtstagsjubilar Prälat Günther Mandl, der seinen 80. Geburtstags (Festtag am 17. Februar), „nachfeierte“. Da sich Mandl zu seinem Geburtstag eine musikalische Gottesdienst-Gestaltung mit eben den jungen Sängerinnen und Sängern – verstärkt mit der Männerschola der Kapellsingknaben – gewünscht hatte, war eine Feier erst zu diesem späteren Termin möglich.
Zwar fehlte – wie in der Fastenzeit üblich – der Blumenschmuck in der Kirche. Dafür aber hingen gelb-weiße Tücher über dem Altarraum, und Teelichtern formten die Zahl 80 vor dem Volksaltar. Viele Konzelebranten gaben dem Jubilar Prälat Mandl die Ehre, darunter Dekan Heribert Schauer aus Neuötting, Altöttings Stadtpfarrer Prälat Klaus Metzl, mit Andreas Erndl (Pfarrer in Thyrnau/PV Straßkirchen) sowie Christoph Leuchtner (Regens des Priesterseminars in Regensburg) zwei ehemalige Kapläne zu Mandls „Stadtpfarrer-Zeit“ Zeit, mit Marco Richtscheid aus Rheinzabern und Thorsten Weber aus Hamburg zwei auswärtige befreundete Priester, und schließlich mehrere Altöttinger: Pfarrer i.R. Franz-Xaver Hecker, die Paulinerpatres David Kolodziejczyk und Attila Hesz, vom Kollegiatsstift zum Heiligen Rupertus waren die Kanoniker Alois Schießl, Elmar Heß, Johann Palfi, Josef Kurz und Alois Schmidt mit dabei – es assistierten die Diakone Heribert Wagner, Thomas Zauner und Gerold Hochdorfer. Prälat Mandl war viele Jahre als Pfarrer in Straßkirchen im Einsatz und von 2002 bis 2020 Altöttinger Stadtpfarrer, Wallfahrtsrektor und Stiftspropst.
Prälat Günther Mandl zum 80. – Impressionen
Das Markus-Evangelium (Mk 10, 13) über die „Segnung der Kinder“ hatte der Jubilar selbst ausgewählt. Jesu Botschaft „Lasst die Kinder zu mir kommen“ lag Prälat Mandl in seinem Wirken als Seelsorger stets sehr am Herzen, wie er in seiner Predigt betonte: „Die Kinder sind unsere Zukunft! Christus hat uns gelehrt: Wer ein Kind an- und aufnimmt, nimmt Christus auf.“ So forderte er nicht nur Kirche und Politik auf, kinderfreundlicher zu werden, sondern erinnerte auch an das vielfache Leid durch Krieg, Gewalt und Missbrauch. Die Jugendlichen warnte er vor der Suchtgefahr insbesondere durch unkontrollierten Handy-Konsum, wodurch sie Hass, Mobbing und Pornografie ausgesetzt seien, und er legte ihnen das Engagement im Ehrenamt ans Herz. Insbesondere betonte Prälat Mandl den hohen Wert einer intakten Familie als Keimzelle und gesundes Fundament sowohl für die Gesellschaft als auch für die Kirche. „Kinder, die Geborgenheit und Nestwärme erfahren, sind einsatzfreudig und belastbar und schließlich eine Voraussetzung, dass geistliche Berufungen entstehen können“, stellte Prälat Mandl fest. Aber auch an die alten und kranken Menschen müsse gedacht werden, denn „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagte er. Am Ende seiner Predigt richtete er an die Gottesmutter Maria die Bitte, „dass sie uns Fürsprecherin sei bei ihrem göttlichen Sohn, damit wir als Christen mutig und selbstbewusst auftreten gegen Ungerechtigkeiten in einer Welt, in der Unfrieden herrscht: Darum ist die Stimme der Kirche wichtiger denn je!“
Prälat Mandls Geschwister sangen ihm zum Geburtstag ein musikalisches Ständchen mit „Wachet auf“. Und wer im Kirchenschiff anlässlich des etwas länger dauernden Festgottesdienstes eingenickt sein sollte: beim Salutschießen am Tillyplatz durch die Altöttinger St. Georgsschützen dürften sie dann etwas unsanft aufgeweckt worden sein. Der Tag endete mit einem Beisammensein im Franziskushaus.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner