„Die Stimme der Kirche ist wichtiger denn je“

Redaktion am 12.03.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche Altötting zum 80. Geburtstag des ehemaligen Stadtpfarrers und Wallfahrtsrektors Prälat Günther Mandl (M.).

Der ehemalige Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl hat am 8. März mit einem Festgottesdienst in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus seinen 80. Geburtstag gefeiert. In seiner Predigt wurde er grundsätzlich.

Viel Glück und viel Segen auf all dei­nen Wegen …“ stimm­ten die Alt­öt­tin­ger Kapell­sing­kna­ben und Mäd­chen­kan­to­rei unter Lei­tung von Her­bert Hager am Ende des fest­li­chen 10-Uhr-Got­tes­diens­tes an – und alle anwe­sen­den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Fest­gäs­te stimm­ten mit ein. Das musi­ka­li­sche Ständ­chen galt dem Geburts­tags­ju­bi­lar Prä­lat Gün­ther Man­dl, der sei­nen 80. Geburts­tags (Fest­tag am 17. Febru­ar), nach­fei­er­te“. Da sich Man­dl zu sei­nem Geburts­tag eine musi­ka­li­sche Got­tes­dienst-Gestal­tung mit eben den jun­gen Sän­ge­rin­nen und Sän­gern – ver­stärkt mit der Män­ner­scho­la der Kapell­sing­kna­ben – gewünscht hat­te, war eine Fei­er erst zu die­sem spä­te­ren Ter­min möglich.

Zwar fehl­te – wie in der Fas­ten­zeit üblich – der Blu­men­schmuck in der Kir­che. Dafür aber hin­gen gelb-wei­ße Tücher über dem Altar­raum, und Tee­lich­tern form­ten die Zahl 80 vor dem Volks­al­tar. Vie­le Kon­ze­le­bran­ten gaben dem Jubi­lar Prä­lat Man­dl die Ehre, dar­un­ter Dekan Heri­bert Schau­er aus Neuöt­ting, Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, mit Andre­as Erndl (Pfar­rer in Thyrnau/​PV Straß­kir­chen) sowie Chris­toph Leucht­ner (Regens des Pries­ter­se­mi­nars in Regens­burg) zwei ehe­ma­li­ge Kaplä­ne zu Man­dls Stadt­pfar­rer-Zeit“ Zeit, mit Mar­co Richt­scheid aus Rheinz­abern und Thors­ten Weber aus Ham­burg zwei aus­wär­ti­ge befreun­de­te Pries­ter, und schließ­lich meh­re­re Alt­öt­tin­ger: Pfar­rer i.R. Franz-Xaver Hecker, die Pau­li­ner­pa­tres David Kolod­zie­jc­zyk und Atti­la Hesz, vom Kol­le­gi­ats­stift zum Hei­li­gen Ruper­tus waren die Kano­ni­ker Alo­is Schießl, Elmar Heß, Johann Pal­fi, Josef Kurz und Alo­is Schmidt mit dabei – es assis­tier­ten die Dia­ko­ne Heri­bert Wag­ner, Tho­mas Zau­ner und Gerold Hoch­dor­fer. Prä­lat Man­dl war vie­le Jah­re als Pfar­rer in Straß­kir­chen im Ein­satz und von 2002 bis 2020 Alt­öt­tin­ger Stadt­pfar­rer, Wall­fahrts­rek­tor und Stiftspropst.

Prälat Günther Mandl zum 80. – Impressionen

Das Mar­kus-Evan­ge­li­um (Mk 10, 13) über die Seg­nung der Kin­der“ hat­te der Jubi­lar selbst aus­ge­wählt. Jesu Bot­schaft Lasst die Kin­der zu mir kom­men“ lag Prä­lat Man­dl in sei­nem Wir­ken als Seel­sor­ger stets sehr am Her­zen, wie er in sei­ner Pre­digt beton­te: Die Kin­der sind unse­re Zukunft! Chris­tus hat uns gelehrt: Wer ein Kind an- und auf­nimmt, nimmt Chris­tus auf.“ So for­der­te er nicht nur Kir­che und Poli­tik auf, kin­der­freund­li­cher zu wer­den, son­dern erin­ner­te auch an das viel­fa­che Leid durch Krieg, Gewalt und Miss­brauch. Die Jugend­li­chen warn­te er vor der Sucht­ge­fahr ins­be­son­de­re durch unkon­trol­lier­ten Han­dy-Kon­sum, wodurch sie Hass, Mob­bing und Por­no­gra­fie aus­ge­setzt sei­en, und er leg­te ihnen das Enga­ge­ment im Ehren­amt ans Herz. Ins­be­son­de­re beton­te Prä­lat Man­dl den hohen Wert einer intak­ten Fami­lie als Keim­zel­le und gesun­des Fun­da­ment sowohl für die Gesell­schaft als auch für die Kir­che. Kin­der, die Gebor­gen­heit und Nest­wär­me erfah­ren, sind ein­satz­freu­dig und belast­bar und schließ­lich eine Vor­aus­set­zung, dass geist­li­che Beru­fun­gen ent­ste­hen kön­nen“, stell­te Prä­lat Man­dl fest. Aber auch an die alten und kran­ken Men­schen müs­se gedacht wer­den, denn Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar“, sag­te er. Am Ende sei­ner Pre­digt rich­te­te er an die Got­tes­mut­ter Maria die Bit­te, dass sie uns Für­spre­che­rin sei bei ihrem gött­li­chen Sohn, damit wir als Chris­ten mutig und selbst­be­wusst auf­tre­ten gegen Unge­rech­tig­kei­ten in einer Welt, in der Unfrie­den herrscht: Dar­um ist die Stim­me der Kir­che wich­ti­ger denn je!“

Prä­lat Man­dls Geschwis­ter san­gen ihm zum Geburts­tag ein musi­ka­li­sches Ständ­chen mit Wachet auf“. Und wer im Kir­chen­schiff anläss­lich des etwas län­ger dau­ern­den Fest­got­tes­diens­tes ein­ge­nickt sein soll­te: beim Salut­schie­ßen am Til­ly­platz durch die Alt­öt­tin­ger St. Georgs­schüt­zen dürf­ten sie dann etwas unsanft auf­ge­weckt wor­den sein. Der Tag ende­te mit einem Bei­sam­men­sein im Franziskushaus.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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