Wallfahrten

„Zur Mitte kommen“

Redaktion am 31.08.2026

Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger segnet die Radler. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Fahrrad-Sternwallfahrt 2025: Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger segnet die Radler.

Kapuzinerbruder Marinus Parzinger spricht im Interview über die Fahrrad-Wallfahrt am 12. September

Was war Ihr Motiv zur Grün­dung der Radl-Stern­wall­fahrt 2023?
Bru­der Mari­nus: Wir haben die­se Wall­fahrt begon­nen, weil vie­le Men­schen mit dem Fahr­rad nach Alt­öt­ting kom­men. Das hat sich mit Coro­na noch gestei­gert. Mei­ne Hoff­nung war, dass sich Fami­li­en oder Grup­pen zu einem Aus­flug“ nach Alt­öt­ting auf den Weg machen. Vie­le haben ein E‑Bike, so dass auch für älte­re Per­so­nen das Fahr­rad­fah­ren wie­der attrak­tiv gewor­den ist. Zudem fin­de ich die­se Form des Unter­wegs­seins för­derns­wert, weil es öko­lo­gisch ist. Es gab und gibt gut orga­ni­sier­te Fahr­rad­grup­pen, die über vie­le Jah­re schon nach Alt­öt­ting kom­men, etwa die Köfe­rin­ger Rad­pil­ger. Egal auf wel­che Wei­se Pil­ger nach Alt­öt­ting kom­men, sie sind willkommen.

Was bedeu­tet für Sie das mitt­ler­wei­le fest eta­blier­te Mot­to Zur Mit­te kom­men“?
Bru­der Mari­nus: Das Mot­to ist ein Lied­vers von Kathi Stim­mer. Der Lied­text beginnt jeweils mit die­sen drei Wor­ten und benennt dann Fol­gen dar­aus: dass uns das zusam­men­führt, wir Nähe spü­ren, zur Ruhe kom­men, uns gegen­sei­tig stär­ken, eine erfüll­te Zeit haben. Zur Mit­te kom­men“ ist mei­nes Erach­tens pas­send, weil die­se Aus­sa­ge viel­deu­tig an etwas Wich­ti­ges erin­nert: Kei­ner lebt für sich allein. Wir brau­chen ein­an­der. Es ist gut zu wis­sen, wor­um sich mein Leben dreht, was für mich im Mit­tel­punkt steht: Christ­lich gespro­chen ist es Jesus Chris­tus. Das Mot­to ist eine Ein­la­dung. Kon­kret ist die Gna­den­ka­pel­le die Mit­te unse­rer Wall­fahrts­stadt. Pil­ger kom­men aus ver­schie­de­nen Rich­tun­gen, sie fin­den hier zusam­men. Das ver­bin­det Men­schen, stif­tet Gemein­schaft. Für mich klingt auch an, dass ich in Balan­ce kom­me, aus den Extre­men raus gehe und mei­ne eige­ne Mit­te fin­de. Das gibt Kraft, das macht ruhig. Das möch­te ich den Pil­gern gern mitgeben.

Was neh­men die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer sonst noch mit aus Alt­öt­ting?
Bru­der Mari­nus: Die Men­schen erle­ben Gemein­schaft. Sie tei­len ein gemein­sa­mes Inter­es­se. Sie sind alle mit dem Fahr­rad gekom­men und machen eine ähn­li­che Erfah­rung. Die meis­ten ken­nen Alt­öt­ting. Sie neh­men die Rad­wall­fahrt zum Anlass, wie­der nach Alt­öt­ting zu kom­men. Vie­le kom­men aus dem Umland. Ich ver­su­che mit der the­ma­ti­schen Gestal­tung etwas Aktu­el­les auf­zu­grei­fen, bzw. die Men­schen zum Nach­den­ken und ins Gebet zu brin­gen. 2025 ging es um den Son­nen­ge­sang. 2026 ist noch­mal Franz von Assi­si im Mit­tel­punkt, der sozia­le Gren­zen über­wun­den hat und für den alle Men­schen als Geschöp­fe Got­tes glei­che Wür­de haben.

Wolfgang
Terhörst

Redaktionsleiter

Mit dem Radl zu Maria

Info Icon Foto: red

Zum vier­ten Mal fin­det heu­er am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber die Fahr­rad-Wall­fahrt nach Alt­öt­ting statt. Höhe­punkt ist eine Andacht und Seg­nung der Räder vor der Gna­den­ka­pel­le um 15 Uhr. Unter dem Leit­ge­dan­ken Zur Mit­te kom­men‘ (sie­he Inter­view) rol­len wir aus allen vier Him­mels­rich­tun­gen auf den Kapell­platz zu. Wie die Spei­chen eines Rades in der Nabe zusam­men­lau­fen, so ver­bin­det auch uns ein gemein­sa­mes Ziel“, heißt es im Pro­gramm. Und: Ein­ge­la­den sind alle! Egal ob mit dem E‑Bike, dem klas­si­schen Fahr­rad, dem Lauf­rad oder dem Bob­by­car – jede und jeder ist herz­lich willkommen.“

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