Wallfahrten

Lautstark und hellhörig

Redaktion am 22.05.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Oberpfälzer Fußwallfahrer ziehen am 19. Mai 2026 in die St. Anna-Basilika ein.

Die Oberpfälzer Fußwallfahrer sind die Vorboten zum alljährlichen „Pfingststurm“, bei dem sich tausende Fußpilger aus allen vier Himmelsrichtungen auf den Weg zum Gnadenort machen. Sie kamen am 19. Mai kurz vor dem Pfingstwochenende in Altötting an.

Die vier Grup­pen aus dem ober­pfäl­zi­schen Hemau, Beiln­gries, Gün­ching und Dass­wang tra­fen sich am Fran­zis­kus­haus in der Neuöt­tin­ger Stra­ße und zogen dann gemein­sam zur Basi­li­ka. Die etwa 850 Wall­fah­rer waren teils drei bis vier Tage lang und bis zu 180 Kilo­me­ter weit unter­wegs gewe­sen. Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl begrüß­te die Pil­ger und deren Seel­sor­ger, dar­un­ter auch den Neu­pries­ter Sebas­ti­an Schar­nagl. In Zwei­er­rei­hen und unter den Klän­gen der Ober­pfäl­zer Musik­ka­pel­le zog die Pro­zes­si­on über den Kapellplatz.

Die Erleich­te­rung war dem Haupt­ver­ant­wort­li­chen Richard Bögerl anzu­se­hen Alle Teil­neh­mer sei­en gut in Alt­öt­ting ange­kom­men, stell­te er fest. Nicht nur dem idea­len Pil­ger­wet­ter sei es geschul­det, dass es kaum Aus­fäl­le gab, son­dern auch der Dis­zi­plin der Fußwallfahrer.

Oberpfälzer Fußwallfahrt – Impressionen

Der Haupt­ze­le­brant des anschlie­ßen­den Got­tes­diens­tes, Pfar­rer Arthur Wechs­ler, beton­te in sei­ner Pre­digt: ​„Glau­ben kommt vom Hören.“ Die Kir­che sei der ers­te Ort, um hörend fürs Leben zu ler­nen. Dann wie­der­um kom­me es dar­auf an, dem Glau­ben eine Stim­me zu geben und die Begeis­te­rung für Gott hör­bar zu machen. Die Ober­pfäl­zer Fuß­wall­fah­rer hät­ten dies mit ihrer Wall­fahrt nach Alt­öt­ting in die Tat umge­setzt: ​„Ihr habt laut­stark den Glau­ben mit Gebet und Gesang bezeugt und ande­re hell­hö­rig gemacht“, lob­te er die Wall­fah­rer. Maria sei uns mit ihrem Magni­fi­cat ​„Lehr­meis­te­rin“, erin­ner­te er. In ihrem Lob­ge­sang kom­me Got­tes Wort zur Spra­che, wird Got­tes Lie­be und Barm­her­zig­keit bezeugt. ​„Wer auf die Fro­he Bot­schaft von Jesus hört, dem wird Leben in Fül­le geschenkt“, ver­si­cher­te Pfar­rer Wechsler.

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Im Rahmen der Oberpfälzer Fußwallfahrt 2026 am 19. Mai 2026 spendet Neupriester Sebastian Scharnagl in der Basilika den Primizsegen.

Am Ende des Got­tes­diens­tes wur­de den Teil­neh­mern an der Ober­pfäl­zer Fuß­wall­fahrt eine beson­de­re Ehre zuteil; Neu­pries­ter Sebas­ti­an Schar­nagl spen­de­te den Pri­miz­se­gen. Und eine Ehrung gab’s nach der Lich­ter­pro­zes­si­on nicht nur für alle Pil­ger­ju­bi­la­re: Wall­fahrts­lei­ter Richard Bögerl über­gab bereits am Ende des Pil­ger­got­tes­diens­tes in der St. Anna-Basi­li­ka an Gud­run Schmid, die lang­jäh­ri­ge Sekre­tä­rin der Bischöf­li­chen Kapel­lad­mi­nis­tra­ti­on, die sich heu­er im März in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand ver­ab­schie­det hat, zum Dank einen Blu­men­strauß und eine höl­zer­ne Dan­kes­schrift in Erin­ne­rung an die Ober­pfäl­zer Fußpilger.

Nach dem Pil­ger­got­tes­dienst am frü­hen Don­ners­tag-Mor­gen, 21. Mai, mach­ten sich die ​„Hart­ge­sot­te­nen“ der Ober­pfäl­zer Fuß­pil­ger, dar­un­ter Pfar­rer Johan­nes Troll­mann und Pil­ger­füh­rer Richard Bögerl, wie­der­um zu Fuß vom ​„Her­zen Bay­erns“ zurück in die Ober­pfäl­zer Heimat.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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