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Kirche vor Ort

300 Jahre Schwestern der Congregatio Jesu in Altötting

Redaktion am 11.05.2021

300 Jubiläum der Congregatio Jesu Altötting 3 05 2021 Bild 5 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

Grund zu danken gibt es bei den Congregatio-Jesu-Schwestern, bekannt auch unter der Bezeichnung Maria-Ward-Schwestern oder Englische Fräulein, dieses Jahr anlässlich ihres 300-jährigen Wirkens am Gnadenort Altötting. Coronabedingt mussten zwar alle geplanten schulischen Feiern auf nächstes Jahr verschoben werden. Aber im Schwestern-internen Kreis wurde mit Stadtpfarrer Prälat Dr. Klaus Metzl in der schönen Institutskirche zum hl. Josef am 3. Mai, exakt am Gründungsdatum, ein Jubiläumsgottesdienst gefeiert.

Zuge­gen waren neben der Pro­vinz­obe­rin Schwes­ter Cosi­ma Kies­ner CJ auch Stifts­de­kan Wolf­gang Renold­ner und Stifts­ka­no­ni­kus Josef Kurz, die bei­den Pries­ter, die mit den Schwes­tern die regu­lä­ren Got­tes­diens­te in der Insti­tus­kir­che fei­ern. Die stim­mi­ge musi­ka­li­sche Gestal­tung hat­ten Schwes­ter Ehren­tru­dis Stro­bl CJ sowie Mar­ti­na Weber mit Flö­ten­spiel und Gesang über­nom­men. Trotz Kri­sen­zei­ten“ damals wie heu­te bli­cken die Schwes­tern zuver­sicht­lich nach vor­ne, denn sie wis­sen sich getra­gen, dass der Herr bei uns ist, der uns geru­fen hat zu Zeugen/​innen sei­ner Auferstehung.“ 

Prä­lat Metzls Dank galt allen Con­gre­ga­tio Jesu-Schwes­tern, die das Werk der Ordens­grün­de­rin Maria Ward begon­nen und wei­ter­ge­tra­gen haben, im Ein­satz zum Wohl der Jugend und im Diens­te Got­tes und der Men­schen, in ihrer Beru­fung glaub­wür­dig gelebt: durch Zeu­gen­schaft, Lei­den­schaft, Bereit­schaft und Gemein­schaft. Letzt­end­lich sei­en wir alle durch unse­re Tau­fe und Fir­mung Beru­fe­ne“ für Jesus Chris­tus Zeug­nis zu geben, beton­te Prä­lat Metzl. Des­halb soll­ten wir, wie Maria Ward es vor­leb­te, bereit sein, etwas auf­zu­ge­ben, uns nicht fest­ma­chen an irdi­schen Din­gen, immer wie­der bereit sein, auf­zu­bre­chen, damit unse­re Glau­bens­ge­mein­schaft wei­ter wach­se. Für Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer ist es kein Zufall, dass 300 Jah­re nach dem 3. Mai 1721, als sich die fünf Eng­li­schen Fräu­lein auf­mach­ten zur Ordens­grün­dung in Alt­öt­ting (ein aus­führ­li­cher Bericht war im Lieb­frau­en­bo­ten, Aus­ga­be 18 – 2021 zu lesen), am 1. Sep­tem­ber 2021 fünf Brü­der Sama­ri­ter im St. Mag­da­le­na-Klos­ter die Nach­fol­ge antre­ten wer­den. Auch ihnen kämen von man­cher Sei­te, wie damals den Eng­li­schen Fräu­lein“, Arg­wohn, Vor­be­hal­te, Miss­gunst und Neid ent­ge­gen, aber das gehö­re zu unse­rer Kir­che. Bit­ten wir den Herrn, dass er die Kir­che in eine gute Zukunft führt“, hat Prä­lat Metzl alle Ordens­nie­der­las­sun­gen für­bit­tend in den Jubi­lä­ums­got­tes­dienst mit eingeschlossen.

Die Obe­rin der Alt­öt­tin­ger Schwes­tern­ge­mein­schaft, Schwes­ter Maria Ober­mai­er CJ, lud nach dem Jubi­lä­ums­got­tes­dienst zu einem klei­nen Umtrunk in den Innen­hof des Klos­ter­are­als. Dort steht der Grund­stein der Insti­tuts­grün­dung. Einen der Grund­sät­ze Maria Wards Es ist nicht wich­tig, wer etwas tut, son­dern dass es geschieht“, zitier­te Schwes­ter Maria mit dank­ba­rer Ergän­zung, dass die Schul­aus­bil­dung der jun­gen Leu­te, wenn auch nicht mehr durch Con­gre­ga­tio Jesu-Schwes­tern, aber doch durch sehr gute welt­li­che Lehr­kräf­te wei­ter­geht.“ Wir wis­sen nicht wie, aber dass es wei­ter­geht“, zeig­te sich Schwes­ter Maria sehr zuversichtlich. 

In 300 Jah­ren Ordens­ge­mein­schaft der Con­gre­ga­tio Jesu-Schwes­tern in Alt­öt­ting sieht die Pro­vinz­obe­rin Schwes­ter Cosi­ma Kies­ner eine kla­re Bot­schaft: Es geht wei­ter – letzt­end­lich hat Gott den län­ge­ren Atem!“

Bil­der und Text: Ros­wi­tha Dorfner