Bistum

„Wir bekennen, es ist Unverzeihliches passiert“

Redaktion am 04.04.2022

Im Rahmen einer Kreuzwegandacht in Heiligenstatt hat Bischof Stefan Oster im Namen der Kirche von Passau Missbrauchsopfer um Vergebung gebeten. Zuvor hatte er mit über 100 Teilnehmern den Kreuzweg von Altötting nach Heiligenstatt gebetet – eingeladen waren nicht nur Verantwortungsträger der Kirche, sondern auch Menschen, die selbst von Missbrauch betroffen waren.

Sehr deut­lich benann­te Bischof Ste­fan Oster in sei­ner Pre­digt die Ver­ant­wor­tung der Kir­che für sexu­el­len Miss­brauch“, Gewalt­miss­brauch“ und spi­ri­tu­el­len Miss­brauch“: Ich ste­he mit vie­len ande­ren, die hier sind, für eine Insti­tu­ti­on, die ihren eige­nen Auf­trag und ihre Sen­dung immer wie­der dra­ma­tisch per­ver­tiert hat. Ich ste­he für eine Insti­tu­ti­on, in der es Denk­mus­ter, Hand­lungs­mus­ter und Struk­tu­ren des Selbst­schut­zes, der Ver­tu­schung, des Weg­schau­ens gab und immer noch gibt. Ich ste­he für eine Insti­tu­ti­on, in der wir kei­ne Ver­ant­wor­tung über­nom­men haben und Opfer von Gewalt und Miss­brauch im Regen und in der Käl­te der Welt und vor allem in ihrem Leid haben schutz­los ste­hen lassen.“

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