Kirche vor Ort

Sauber, sicher und schön

Michael Glaß am 19.09.2022

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Ein neues Opferlicht-System in der Altöttinger Stiftspfarrkirche ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch sauber, nachhaltig und sicher.

Bis vor kur­zem noch stan­den in der Kir­che sehr lan­ge dün­ne Opfer­ker­zen, die in Sand gesteckt wur­den. Auch die­se waren schön anzu­se­hen, hat­ten aber etli­che Nach­tei­le: sie ent­wi­ckel­ten viel Ruß vor allem beim Abbren­nen, immer wie­der muss­te der mit Wachs ver­setz­te Sand ent­sorgt und aus­ge­tauscht wer­den, oft­mals stan­den die lan­gen Ker­zen schief oder fie­len gar um. Damit ist nun Schluss. Am 15. Sep­tem­ber stell­ten Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl (Grup­pen­bild, l.) und Kir­chen­pfle­ge­rin Andrea Schweer (2.v.l.) ein neu­es mehr­fach erprob­tes Kon­zept namens St. Killians.

Die­ses besteht aus klei­nen Ker­zen, die in einem rot gefärb­ten Glas-Ein­satz gesetzt wer­den und ein gleich­mä­ßig glit­zern­des Licht“ erzeu­gen, wie es Andrea Schweer umschrieb. Vor allem aber pas­se es per­fekt zu dem Nach­hal­tig­keits-Kon­zept der Kir­che wie es etwa auch schon mit der LED-Beleuch­tung umge­setzt wor­den sei. Der Grund: das Sys­tem pro­du­ziert kei­nen Müll. Das Wachs tröp­felt in einen mit Was­ser gefüll­ten Behäl­ter unter­halb des Luzer­nars und kann so ganz ein­fach abge­ke­schert und wie­der­ver­wer­tet wer­den, wie Oli­ver (2.v.r.) und Peter (r.) Schnee­ber­ger von der Frei­bur­ger Fir­ma Helio­tron erklär­ten – etwa für Wachs-Ver­zie­run­gen oder für Gar­ten-Fackeln oder Grill-Anzün­der. Weil der Ker­zen­rest beim Abbren­nen sofort in den Was­ser-Behäl­ter fällt und erlischt, ent­ste­he auch kaum Ruß, der die Kir­che belas­tet; dar­über hin­aus gewähr­leis­tet das Sys­tem opti­ma­len Brand­schutz. Zudem wird die Brenn­stel­le sofort wie­der frei und kann von einem ande­ren Besu­cher mit einem neu­en Opfer­licht genutzt wer­den, was an einem viel besuch­ten Wall­fahrts­ort durch­aus von Vor­teil ist.

In der Stift­s­pfarr­kir­che ist das neue Sys­tem laut Andrea Schweer bereits getes­tet und gut ange­nom­men wor­den. Dabei befin­det sich die Kir­che in guter Gesell­schaft. Laut Oli­ver und Peter Schnee­ber­ger gibt es das Sys­tem u.a. schon im Frei­bur­ger Müns­ter, im Aache­ner Dom oder in Bay­ern auf dem Bogen­berg, in Regen und in Eichstätt.

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