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Kirche vor Ort

Pfarrei St. Josef/ Altötting-Süd präsentiert Umweltmanagement

Redaktion am 16.04.2021

Pfarrei St Josef Altötting Süd stellt Umweltmanagement vor 11 04 2021 6 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner

„Bewahren wir diese, uns von Gott anvertraute Schöpfung für nachfolgende Generationen … wir dürfen nicht teilnahmslos daneben stehen, wie die Böden vergiftet und vorhandene Ressourcen verschwendet werden.“

Die mah­nen­den Wor­te von Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer Prä­lat Dr. Klaus Metzl beim Got­tes­dienst am Sonn­tag, 11. April, in der Pfarr­kir­che St. Josef in Alt­öt­ting-Süd zeig­ten durch­aus Wir­kung. Dem Schöp­fungs­auf­trag gerecht zu wer­den, hat sich die neu gegrün­de­te Umwelt­grup­pe in der Pfar­rei St. Josef zur Pflicht gemacht, inspi­riert durch die Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus Lau­da­to si“. Als Basis zur För­de­rung nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens die­ne das euro­pa­weit gül­ti­ge Steue­rungs­in­stru­ment EMAS (Eco Manage­ment and Audit Sche­me), wie aus der Erklä­rung der Ver­ant­wort­li­chen her­vor­geht. Dass ein guter Anfang gemacht ist, davon konn­ten sich die Gläu­bi­gen sowohl beim Got­tes­dienst am Sonn­tag wie tags zuvor bei der Abend­mes­se durch die Vor­stel­lung des kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ments der Pfar­rei St. Josef überzeugen. 

Gel­be Säcke mit Müll gefüllt, eine umge­kipp­te blaue Papier­ton­ne – im Kon­trast dazu gefer­tig­te Blu­men mit den Schöp­fungs­leit­li­ni­en der Pfar­rei St. Josef (Grund­hal­tung, Erhal­ten und gestal­ten, Res­sour­cen scho­nen, Nach­hal­tig­keit, Öffent­lich­keits­ar­beit und Dia­log), Infor­ma­ti­ons­stell­wän­de und Schau­ta­feln mit text­li­chen Aus­zü­gen aus Papst Fran­zis­kus‘ Umwelt­en­zy­kli­ka Lau­da­to si“: eine kon­trast­rei­che und durch­aus wir­kungs­vol­le Aus­schmü­ckung der Pfarr­kir­che St. Josef bei den bei­den Got­tes­diens­ten mit dem Effekt, auf­zu­rüt­teln“.

Der Umwelt­be­auf­trag­te der Diö­ze­se Pas­sau, Josef Holz­bau­er hat­te zum Schöp­fungs­auf­trag der Kir­che sei­ne Erklä­rung (der Alt-Neuöt­tin­ger Anzei­ger berich­te­te in sei­ner Mitt­wochs­aus­ga­be vom 14. April 2021): Um sozia­le, öko­lo­gisch und wirt­schaft­li­che Belan­ge zu erfas­sen und zu steu­ern, brau­che die Kir­che Sys­te­me und Indi­ka­to­ren: Nur so kann sie dazu bei­tra­gen, die Erde für kom­men­de Genera­tio­nen bewohn­bar zu machen.“ Heiz­ener­gie, Strom, Was­ser, Papier, auch Bau­vor­ha­ben – alles Din­ge, die öko­lo­gisch zu Buche schla­gen – und Müll der ent­sorgt wer­den müs­se. Erfah­run­gen mit Umwelt­ma­nage­ment hät­ten gezeigt, dass Umwelt­ent­las­tun­gen auch erheb­li­che betriebs­wirt­schaft­li­che Ein­spar­po­ten­zia­le mit sich bräch­ten. Der Umwelt­grup­pe der Pfar­rei St. Josef steht noch viel Arbeit bevor, u.a. was den Ener­gie- und Was­ser­ver­brauch oder das Abfall­ab­kom­men betrifft. Doch Kir­chen­ver­wal­tungs­rat Robert Weindl zeigt sich als soge­nann­ter Umwelt­au­di­tor“ durch­aus zuver­sicht­lich: Wir sind ein enga­gier­tes und moti­vier­tes Team“ – dem neben Kir­chen­pfle­ger Elmar Wib­mer auch Dr. Claus Höfl, Anselm Ebner, Micha­el Hager, Harald Wernd­le, Ste­fan Zip­fer und Gabrie­le Eberl angehören.

…lass uns den Schrei der Erde und der Armen hören und dar­auf ant­wor­ten. Mögen die heu­ti­gen Lei­den Geburts­we­hen sein, Geburts­we­hen einer geschwis­ter­li­chen und nach­hal­ti­ge­ren Welt…“ — gemein­sam wur­de zum Abschluss des Sonn­tags­got­tes­diens­tes das Gebet für die Erde und die Mensch­heit“ gespro­chen, das Papst Fran­zis­kus im Lau­da­to-si-Jahr den Chris­ten anempfiehlt.

Text: red/​rdo; Bil­der: Ros­wi­tha Dorfner