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Kirche vor Ort

Endlich wieder Wallfahrt

Redaktion am 07.06.2022

Legio Mariae 6 06 2022 3 Foto: Roswitha Dorfner

Endlich wieder Wallfahrt: mehrere Tausend Wallfahrer erreichten am Pfingst-Wochenende ihr Ziel Altötting. Die größte Gruppe kam mit rund 2.000 Pilgern aus Regensburg.

In Alt­öt­ting ist oft vom Pfingst­sturm“ die Rede. Gemeint ist dann aller­dings kein vom Him­mel brau­sen­der Hei­li­ger Geist und auch kein Unwet­ter, son­dern vie­le Tau­sen­de Wall­fah­rer, die in den klei­nen Wall­fahrts­ort strö­men; die das Gna­den­bild besu­chen, die die Kir­chen fül­len, die die Gast­wir­te beschäf­ti­gen (und die so man­chen ein­hei­mi­schen Auto­fah­rern eine klei­ne unge­plan­te Pau­se verschaffen).

Nach zwei Jah­ren Coro­na-Flau­te hat die­ser Sturm“ nun wie­der an Kraft gewon­nen: ins­ge­samt 30 Wall­fahrts-Grup­pen waren offi­zi­ell ange­mel­det, es kamen noch etli­che nicht-ange­mel­de­te hin­zu. Wall­fah­rer kamen unter ande­rem aus Eichen­dorf, Rie­den­burg, Frei­sing, Erding (75. Mal), Deg­gen­dorf, Lal­ling (187. Mal), Win­zer, Gündlkofen, Strau­bing (140. Mal), Neu­markt St. Veit, Ober­hau­sen … Grup­pen aus den USA waren heu­er auch an Pfings­ten am Gna­den­ort. Am Pfingst-Wochen­en­de ist der Kapell­platz belebt wie selten.

Ist das ein Bild! So lan­ge ver­misst“, freu­te sich Pfar­rer Han­nes Lorenz, als er am Pfingst­sams­tag, 4. Juni in der Basi­li­ka die Regens­bur­ger Fuß­wall­fah­rer begrüß­te. Zwar war die größ­te zusam­men­hän­gen­de Fuß­wall­fahrt Deutsch­lands auch wäh­rend Coro­na nie aus­ge­fal­len, hat­te aber nur mit ein paar weni­gen Stell­ver­tre­tern“ statt­ge­fun­den. Jetzt end­lich konn­ten sich wie­der vie­le Men­schen auf den über 111 Kilo­me­ter lan­gen Weg nach Alt­öt­ting machen. Knapp 2.000 Pil­ger waren es am Ende. Für Pil­ger­lei­ter Bern­hard Mei­ler war die 193. Regens­bur­ger Diö­ze­san­fuß­wall­fahrt eine – für unse­re Ver­hält­nis­se – klei­ne, aber fei­ne Wall­fahrt“. Sonst zählt sie rund 8.000 Teil­neh­mer. Doch auch bei Mei­ler über­wieg­te die Freu­de: Wir sind dank­bar, dass wir nach zwei Jah­ren wie­der auf­bre­chen durf­ten.“ Zuvor waren die Pil­ger betend und sin­gend in die Basi­li­ka ein­ge­zo­gen, wo sie der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor, Br. Mari­nus Par­zin­ger, begrüß­te: Vergelt’s Gott für Euer Zeug­nis und Euer gutes Bei­spiel!“ Mit schwen­ken­den Pil­ger­tü­chern emp­fin­gen die Wall­fah­rer die Kopie des Gna­den­bilds, das extra für sie in die Basi­li­ka getra­gen wur­de. Unter dei­nen Schutz und Schirm …“, lau­te­te das Mot­to der dies­jäh­ri­gen Wall­fahrt – ent­lehnt an eines der ältes­ten bekann­ten Mari­en­ge­be­te. Unter­halb des Gna­den­bil­des wur­de auch heu­er wie­der ein Buch mit vie­len Gebets­an­lie­gen der Regens­bur­ger plat­ziert. All die­se Anlie­gen, die unser Herz bewe­gen, die uns Kopf­zer­bre­chen berei­ten, legen wir in unse­rem Anlie­gen­buch ganz bewusst hier vor­ne im Altar­raum hin zum Gna­den­bild“, erklär­te der Haupt­ze­le­brant und Pre­di­ger, Pil­ger­pfar­rer“ Han­nes Lorenz. Bischof Rudolf Voder­hol­zer konn­te heu­er auf­grund einer noch nicht lan­ge zurück­lie­gen­den Coro­na-Erkran­kung nicht, wie ursprüng­lich fest vor­ge­habt, mit­ge­hen“, wie das Bis­tum Regens­burg mit­teil­te. Er hat­te den Pil­gern aber in Regens­burg den Segen auf den Weg nach Alt­öt­ting gegeben.

Am Pfingst­mon­tag ist die Wall­fahrt der Legio Mariae in Alt­öt­ting ange­kom­men. Eini­ge Pil­ger tru­gen beim Ein­zug schwe­re, teils manns­gro­ße Holz­kreu­ze auf ihren Schul­tern, wei­te­re schwan­gen die roten Legio-Fah­nen. So weit war dies ein gewohn­tes Bild. Aller­dings kamen nicht wie sonst 7 – 8000 Pil­ger, son­dern nur 700. Wie immer tra­fen sich die Wall­fah­rer, die aus Mün­chen, Frei­sing, Rosen­heim, Augs­burg und Salz­burg kom­men, in Hei­li­gen­statt, um von dort gemein­sam nach Alt­öt­ting zu gehen. Die­ses Mal aber waren sie nur die­se rest­li­che Stre­cke zu Fuß mar­schiert und hat­ten sich zuvor mit dem Bus brin­gen las­sen – zu knapp war auf­grund der Pan­de­mie die Vor­be­rei­tungs­zeit, um die­se gro­ße Wall­fahrt, ins­be­son­de­re Über­nach­tungs­quar­tie­re, zu orga­ni­sie­ren, wie Pil­ger­lei­ter Flo­ri­an Robi­da und sein Stell­ver­tre­ter Andre­as Wim­mer (Ver­ein Pfingst­wall­fahrt Alt­öt­ting e.V.“) mit­teil­ten. 700 Teil­neh­mer waren laut Wall­fahrts­pro­gramm gemel­det, zusam­men mit den Abho­lern“ etwa dop­pelt so vie­le füll­ten die Basi­li­ka, um an der Pil­ger­mes­se mit Dom­ka­pi­tu­lar Dani­el Rei­chelt (Rosen­heim) teil­zu­neh­men. Der Haupt­ze­le­brant war über­wäl­tigt ange­sichts der vol­len St. Anna-Basi­li­ka: Schön, dass Sie da sind“.

Nicht alle Grup­pen, die sonst an Pfings­ten kom­men, waren da. Wir sind weni­ger als sonst“, war dar­über hin­aus eine oft gehör­te Aus­kunft der Pil­ger­lei­ter. Es waren den­noch über­ra­schend vie­le Wall­fah­rer. Immer­hin hat­ten die Orga­ni­sa­to­ren weit­aus weni­ger Vor­lauf­zeit zur Vor­be­rei­tung wie sonst; erst heu­er im März nach Auf­he­bung der Coro­na-Beschrän­kun­gen konn­te fest geplant wer­den, wobei hier­bei vor allem die Suche nach Über­nach­tungs­quar­tie­ren ein in die­ser kur­zen Zeit schwer zu über­win­den­des Hin­der­nis dar­stell­te. Bei den Regens­bur­gern etwa muss­te sich jeder Teil­neh­mer selbst eine Blei­be für die Nacht orga­ni­sie­ren. Dar­über hin­aus waren eini­ge wohl ein­fach vor­sich­tig und blie­ben lie­ber noch ein­mal mehr daheim. Nach der Pan­de­mie muss sich alles erst ein­mal wie­der fin­den, wie es der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor, Br. Mari­nus Par­zin­ger, sag­te. Vor allem bei vie­len der klei­ne­ren“, rund 100 bis 300 Teil­neh­mer zäh­len­den Wall­fahr­ten, fiel auf, dass der Ader­lass gar nicht so groß war. Schwe­rer war die Vor­be­rei­tung für die ganz gro­ßen Grup­pen, etwa für die aus Regens­burg oder für die der Legio Mariae aus Mün­chen. Ins­ge­samt steht für alle stell­ver­tre­tend das Resü­mee von Bern­hard Land­mann, Lei­ter der Wall­fahrt aus Isma­ning: Es geht scho wie­der weiter!“

Text: Micha­el Glaß
Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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