Der Hausmeister Unserer Lieben Frau

Altötting Pfarrverband am 18.09.2020

Info Icon Foto: Dorfner

Der langjährige Kapell-Administrator Prälat Alois Furtner ist mit 84 Jahren verstorben.

Die kost­bars­te Zeit ist die mit den Pil­gern. Die möch­te ich auf kei­nen Fall mis­sen“, hat der lang­jäh­ri­ge Admi­nis­tra­tor der Hei­li­gen Kapel­le, Prä­lat Alo­is Furt­ner, bei sei­nem Abschied 2008 in den Ruhe­stand erzählt. Ja, er ging offen auf die Men­schen zu, such­te und fand ihre Nähe, nahm sich Zeit und so dau­er­ten oft die Gesprä­che mit Pil­gern nach der sams­tag­abend­li­chen Lich­ter­pro­zes­si­on meist län­ger als die Lich­ter­pro­zes­si­on sel­ber. Nun galt es vom Haus­meis­ter Unse­rer Lie­ben Frau“, wie er sich sel­ber nann­te, Abschied zu neh­men, denn Prä­lat Furt­ner wur­de am 9. Sep­tem­ber die­sen Jah­res im Alter von 84 Jah­ren in die Ewig­keit gerufen.

Mit Herz­blut erfüll­te Alo­is Furt­ner von 19922008 das Amt des Kapel­lad­mi­nis­tra­tors am Gna­den­ort Unse­rer Lie­ben Frau. Und die Gna­den­mut­ter, zu der all­jähr­lich so vie­le Pil­ger nach Alt­öt­ting kom­men beschrieb er wie folgt: Es geht hier nicht um eine schön geschnitz­te Figur, son­dern um ein Bild, das Wär­me aus­strahlt. Hier scheint das Ver­trau­en durch, das jeder Mensch zur Mut­ter hat.“ 

Zeit­le­bens sei Prä­lat Furt­ner unter­wegs gewe­sen, wie ihn beim Requi­em am 18. Sep­tem­ber 2020 in der St. Anna-Basi­li­ka Msgr. Josef Fischer, der Vor­sit­zen­de des Alt­öt­tin­ger Mari­en­werks, im Nach­ruf beschrieb. Da hieß es dann halt, wenn der ehe­ma­li­ge Kapel­lad­mi­nis­tra­tor und Mari­en­werks-Vor­sit­zen­de bei einer Sit­zung fehl­te: Der Furt­ner ist furt!“ Sein Weg führ­te Furt­ner bis nach Washing­ton, in die dor­ti­ge gro­ße Wall­fahrts­ba­si­li­ka hat­te er 2005 eine Nach­bil­dung des Alt­öt­tin­ger Gna­den­bil­des gebracht. Prä­lat Alo­is Furt­ner sei, so Msgr. Fischer, vor allem und in allem und nach allem ein Mann des Gebe­tes, ein väter­li­cher Die­ner der Pil­ger und Wall­fah­rer, ein Küm­me­rer und Hel­fer, ein Freund der Kunst und Kul­tur und der Bil­der von Alt­öt­ting gewe­sen.“ In all die­sen Berei­chen sei ihm der Herr begeg­net in der Beglei­tung der Got­tes­mut­ter. Dar­aus habe er sei­ne Kraft geschöpft. Als jetzt Prä­lat Furt­ners Kraft zu Ende ging, hat ihn die Got­tes­mut­ter an die Hand genom­men und heim­ge­führt zu ihrem gött­li­chen Sohn in die himm­li­sche Herrlichkeit. 

Ros­wi­tha Dorfner

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